ist ein therapeutisches Behandlungsverfahren, das die Diagnostik und Therapie von Patienten mit Sprech-, Sprach-, Schluck- und Stimmstörungen umfasst.
Des Weiteren werden Beratungsgespräche mit Eltern und Angehörigen durchgeführt. Darüber hinaus finden auch Gruppentherapien und Hausbesuche statt.
 
     
In der Logopädischen Praxis wird nach dem Erstgespräch und der Befunderhebung ein individueller Therapieplan erstellt. Folgende Bereiche können u.a. eingebunden sein:
     
Wahrnehmungsübungen auf allen Sinneskanälen ( z.B. Training der Hördifferenzierung )  
Muskelfunktionsübungen ( Gesichts- und Atemmuskulatur)  
Artikulationsübungen ( Aussprache )  
Rollenspiele ( z.B. zum Einüben einer neuen Sprechtechnik )  
Sinnesspezifische Erfahrungen mit Realgegenständen ( das Begreifen von Sprache mittels Handlungen)  
Sprachverständnisübungen  
Übungen zur Hör- Merkspanne  
Aktive und passive Lockerungsübungen  
Entspannungstechniken  
Haltungskorrektur und Tonusregulierung  
Atmungsregulierung  
Stimmhygiene  
Erarbeiten von Konfliktlösungsstrategien  
Stimmübungen ( z.B. Erweiterung von Dynamik und Resonanz )  
Umgang mit elektronischen Sprechhilfen ( z.B. dem Servox Gerät )  
Erlernen der körpereigenen Ersatzstimme ( nach Kehlkopfentfernung )  
Elternberatung und Anleitung ( u.a. bei hörgestörten, stotternden oder sprachentwicklungsverzögerten Kindern)  
Erziehungsberatung im Hinblick auf Sprachstörungen ( z.B. Stottern oder Mutismus / Sprachverweigerung )  
Angehörigenberatung ( z.B. nach einem Schlaganfall )  
Einsatz von Mimik und Gestik ( z.B. bei Sprach- und Stimmverlust )  
Sprechtechniken / Schriftspracheübungen  
Schlucktraining  
Wortfindungsübungen  
 
     
Patienten mit folgenden Störungsbildern können logopädische Behandlung in Anspruch nehmen:
     
  Sprachentwicklungsstörungen
(Störungen des Sprachverständnisses, des Wortschatzes, der Lautbildung / Aussprache und des Satzbaus)
 
     
  Dyslalien
(Laute / gesprochene Buchstaben, werden falsch gebildet, ersetzt oder ausgelassen)
 
     
  Dysgrammatismen
(Störungen der Grammatik)
 
     
  Auditive Teilleistungsstörungen
(Hörwarhnehmung und -verarbeitung)
 
     
  Rhinophonien
(offenes, geschlossenes oder gemischtes Näseln)
 
     
  Myofunktionelle Störungen
(Störungen des Schluckablaufes, meistens Pressen der Zunge nach vorne, oft verbunden mit fehlerhafter Zahnstellung und Lispeln)
 
     
  Redeflußstörungen
(Stottern und Poltern / zu schnelles Sprechen mit Silbenauslassungen)
 
     
  Stimmstörungen
(Beeinträchtigungen der Stimmqualität bis hin zum Stimmverlust)
 
     
  Kehlkopflosigkeit
(Stimmverlust aufgrund der Entfernung des stimmgebenden Organs)
 
     
  Aphasien
(zentrale Sprachstörung mit vollkommenem oder teilweisem Verlust der Sprache. Hierbei kann das Sprechen, Verstehen, Lesen und / oder Schreiben betroffen sein)
 
     
  Dysarthrie
(zentral bedingte Aussprachestörungen)