Was geschieht in der Sprachtherapie?  
     
Maßgebend für die Schwerpunkte der Sprachtherapie sind die individuellen Entwicklungsvoraussetzungen und Möglichkeiten des einzelnen Kindes.
 

Diagnose:

 
 
Zur Einschätzung, in welchem Bereich ein nicht altersentsprechender Verlauf vorliegt, ist das Elterngespräch sehr wichtig. Hier kann der Therapeut wichtige Informationen über den Entwicklungsverlauf des Kindes erfahren. Zudem muss eine umfassende Untersuchung zur Sprache mit einer Überprüfung der Artikulation, des Wortschatzes, des Satzbaues und des Sprachverständnisses, aber auch der Wahrnehmungsbereiche sowie der Geschicklichkeit der Sprechorgane durchgeführt werden. Hierzu gibt es Testverfahren, aber auch Spiele, mit denen der erfahrene Therapeut die sprachlichen Leistungen beurteilen kann. So kann er z.B. durch Geschichten erzählen lassen oder beim Betrachten eines Bilderbuches die Spontansprache sehr gut beobachten und damit die Fähigkeit, wie das Kind die Sprache verwenden kann. Anhand der Ergebnisse der Erstuntersuchung werden dann die Schwerpunkte der Therapie festgelegt.
     
 
   
Logo-Spiel
   
   
   
Spiel Plappersack
   
Max, die Sprechpuppe
   
 
 

Therapie:

 
  In vielen Fällen ist zunächst die Anbahnung sprachtragender Grundfunktionen notwendig, die, dann immer weiter ... werden:
Wahrnehmungsförderung für alle Sinne  
Spielerisches Anbahnen/ Einüben der gestörten Laute mithilfe von Symbolen (z.B. Biene "ssss", Dampflok: "sch-sch-sch") sowie mithilfe lautunterstützender Bewegungen
Spiele zur Anwendung von Sprache sowie zur Verbesserung des Wortschatzes und des Satzbaus/ Sprachverständnisübungen
Mundmotorische Übungen zur Verbesserung der Sprechgeschicklichkeit  
Stabilisierung des sozial - emotionalen Verhaltens  
Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspanne  
 
   
Patientin Pusteübung
   
   
   
Patientin Korken-Sprechübung
   
Mundmotorikübung
   
 
 
 
Der ganzheitliche, handlungsorientierte Ansatz prägt die sprachtherapeutische Arbeit und
schafft eine anregende Lernatmosphäre für die logopädische Behandlung
.
     
  ... und das können Sie tun!
Spiele zur Sprachförderung:
 
     
Vergessen Sie nicht, dass Sprechen Freude bereiten soll. Fordern Sie ihr Kind also nicht ständig auf, etwas zu sagen, und kritisieren Sie es nicht zu viel. Freuen Sie sich hingegen, wenn ihr Kind Fortschritte macht.
     
Erzählen Sie mit Ihrem Kind, Verse und Fingerspiele machen auch viel Spaß. Zeigen sie Ihrem Kind Bilderbücher oder lesen Sie ihm Geschichten vor. Sehr wichtig ist auch die Gute- Nacht-Geschichte (kann nicht durch Kassetten ersetzt werden!).
     
Machen Sie Spiele-Nachmittage, z.B. bei schlechtem Wetter: Geduldspiele, Kneten, Mikado-Spiel, Memory, Lottino, Puzzle, Würfelspiele, u.v.m., bieten sich an.
     
Spaziergänge, gemeinsames Kochen und Backen oder auch das Kind im Haushalt mithelfen lassen, schaffen Sprachanlässe und erweitern das Wissen über die Umwelt.
     
Balancieren, Hüpfen, Gymnastik, Toben: Bewegung macht Spaß und fördert die gesamte Motorik.
     
Auch Basteln, Malen, Ausschneiden sind wichtige Tätigkeiten für die Entwicklung des Kindes und fördern die Feinmotorik.
     

Feste Nahrungsmittel, z.B. Vollkornbrot, Äpfel oder eine Möhre zum Knabbern zwischendurch